Der Spinner

Du sagst, man nennt dich Spinner, siehts es als Beleidigung.

Dabei fehlt den andren nur die Begeisterung

für Dinge, die dich anders machen

Und deshalb glaubst du, alle lachen,

Doch lachen sie nicht über dich,

weil sie es verstehen nicht

zu begreifen vermögen,

dass Individualität mehr bedeutet, als sich selbst zu betrügen.

Die Eifersucht steht ihnen nicht gut

Und macht dir doch nur noch mehr Mut,

deine Individualität zu feiern,

denn so sehr sie sich auch bemühen, sie können nur geiern

nach dem was du lange schon gefunden hast,

wofür du glaubst, dass dich ein jeder hasst.

Du bist der, dem sie nacheifern wollen

Und es doch nie selbst verstehen sollen,

Sie wollen dich zum Spinner kühren

wo du das lebst, was alle verspüren

und doch kaum einer zu leben vermag,

denn im Druck der Gesellschaft schaufeln wir uns unser eigenes Grab.

Sie verpönen deine Individualität,

weil sie dir im Gegensatz zu ihnen steht.

Die Eifersucht spricht rund heraus:

„Du Spinner, so säh ich doch innerlich gern selber aus!

Doch hab ich im Gegensatz zu dir Angst mich vor anderen zu zeigen,

deshalb bleibt mir nichts, als dich zu beneiden

und dein Können zu entwürdigen,

sonst würde ich mich vor der Gesellschaft nur selber schädigen.“

Drum Spinner bleib dir treu,

und sei nicht scheu,

dich der Welt zu zeigen,

dann werden sie sich zumindest innerlich vor dir verneigen,

auch wenn sies sich nie eingestünden,

so begehen sie doch aus Angst all ihre Sünden,

andere zu verpönen,

um sich nicht von der Gesellschaft zu entwöhnen.

© Julieenjoyslife

Der pessimistische Optimist im Kostüm eines Realisten (für C.)

Kann es Realisten wirklich geben, oder birgt dieses Wort nur eine leere Fassade zum Unterschlupf für beiderlei Extreme? Viele Menschen bezeichnen ihre eigene Weltanschauung als realistische Sichtweise auf ihre Umgebung, doch stellt sich schnell die Frage, kann ein Mensch überhaupt realistisch denken?

Was ist Realismus? Sollte dieses Wort nicht eine neutrale Darstellung einer Situation, eines Gedankens, oder einer Handlung widerspiegeln? Realität ist allumgebend und somit abhängig von der jeweiligen, individuellen Einschätzung eines jeden Menschen. Was des einen Realität ist, erscheint dem anderen unerreichbares Wunschdenken zu sein. Das Wort real impliziert im Grunde nur die Existenz einer Sache, kann aber keinerlei Einschätzung oder Beurteilung über diese treffen. Somit ist alles, was existent ist auch real. Gibt es Realisten demnach wirklich?

Vermutlich sind wir alle Realisten, denn für jeden ist die individuelle Vorstellung Realität des eigenen Seins. Doch erscheint der Begriff Realist unbedeutend und nichtig gegenüber der wahren inneren Einstellung der Gedanken. Der Mensch ist ein emotionales Wesen und somit nicht fähig, eine gänzlich neutrale Ansicht zu etwas entwickeln zu können. Außerdem könnte man sich selbst die Frage stellen, was bestimmt den Grad der Neutralität in Bezug zur Realität überhaupt?

Somit bleibt nur eine Vermutung übrig: Alle Menschen müssen sich im Zwiespalt des Optimist- und Pessimist Seins befinden, den jeder hat eine innere Meinung zu Dingen, denen er in seinem Alltag begegnet, die er fühlt und denkt. Auch wenn wir uns selbst fälschlicher Weise als Realist bezeichnen, so verstecken wir doch nur unsere wahren Absichten hinter dem Kostüm, das uns dieses Wortgewand bietet. Denn wir sind alle Optimisten und Pessimisten zugleich.

Je nach Lebenslage und Entscheidungswille ordnen wir uns selbst immer wieder neu einer der beiden Seiten zu, um unseren Alltag meistern zu können. Häufig glauben wir dabei, beeinflusst durch negative Vorurteile oder Erfahrungen, wir müssten eine eher pessimistische Sichtweise auf unser eigenes Leben vertreten. Macht uns das wirklich zu glücklicheren Menschen, wenn wir glauben, eine negativ konnotierte Sichtweise führe uns zu unserer ganz persönlichen Wahrheit, denn so glauben wir, kann es im Endeffekt nur besser werden, als unsere Vorstellung es uns vorgaukelt.

Sollten wir nicht vielmehr unseren inneren Optimisten hervorlassen, der uns die schönen Dinge der Welt nicht erst im Nachhinein erkenntlich macht, sondern schon vor deren Geschehen davon zu träumen wagt? Denn Glück ist ein Gefühl des Moments, das jeder für sich selbst zu beeinflussen vermag. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, denn nur wer großes träumt, kann auch großes schaffen. Jeder hat den Optimisten in sich, doch viele verleugnen ihn, weil sie ihn aus Angst nicht finden wollen.

Selbstverständlich bietet der pessimistische Weg von Anfang an viel weniger Enttäuschungsmöglichkeiten, denn wir haben uns schon mit dem Schlimmsten abgefunden, weil wir Angst davor haben, in der Realität verletzt werden zu können. Der Optimist hingegen träumt davon, alles zu erreichen, an das er glaubt, doch fügt der Sturz aus großer Höhe verständlicher Weise mehr Schmerzen zu, als ein bereits auf dem Boden liegender Mensch zu fühlen vermag. Das Leben hat viel mehr zu bietet, als das von vielen mit großer Hingabe durchgeführte, ewige Versteckspiel vor dem eigenen Glück, welches wir doch nur aus Angst vor uns selbst überhaupt zu spielen verstehen.

Kann es Realisten wirklich geben, oder birgt dieses Wort nur eine leere Fassade zum Unterschlupf für beiderlei Extreme? Viele Menschen bezeichnen ihre eigene Weltanschauung als realistische Sichtweise auf ihre Umgebung, doch stellt sich schnell die Frage, kann ein Mensch überhaupt realistisch denken?

Was ist Realismus? Sollte dieses Wort nicht eine neutrale Darstellung einer Situation, eines Gedankens, oder einer Handlung widerspiegeln? Realität ist allumgebend und somit abhängig von der jeweiligen, individuellen Einschätzung eines jeden Menschen. Was des einen Realität ist, erscheint dem anderen unerreichbares Wunschdenken zu sein. Das Wort real impliziert im Grunde nur die Existenz einer Sache, kann aber keinerlei Einschätzung oder Beurteilung über diese treffen. Somit ist alles, was existent ist auch real. Gibt es Realisten demnach wirklich?

Vermutlich sind wir alle Realisten, denn für jeden ist die individuelle Vorstellung Realität des eigenen Seins. Doch erscheint der Begriff Realist unbedeutend und nichtig gegenüber der wahren inneren Einstellung der Gedanken. Der Mensch ist ein emotionales Wesen und somit nicht fähig, eine gänzlich neutrale Ansicht zu etwas entwickeln zu können. Außerdem könnte man sich selbst die Frage stellen, was bestimmt den Grad der Neutralität in Bezug zur Realität überhaupt?

Somit bleibt nur eine Vermutung übrig: Alle Menschen müssen sich im Zwiespalt des Optimist- und Pessimist Seins befinden, den jeder hat eine innere Meinung zu Dingen, denen er in seinem Alltag begegnet, die er fühlt und denkt. Auch wenn wir uns selbst fälschlicher Weise als Realist bezeichnen, so verstecken wir doch nur unsere wahren Absichten hinter dem Kostüm, das uns dieses Wortgewand bietet. Denn wir sind alle Optimisten und Pessimisten zugleich.

Je nach Lebenslage und Entscheidungswille ordnen wir uns selbst immer wieder neu einer der beiden Seiten zu, um unseren Alltag meistern zu können. Häufig glauben wir dabei, beeinflusst durch negative Vorurteile oder Erfahrungen, wir müssten eine eher pessimistische Sichtweise auf unser eigenes Leben vertreten. Macht uns das wirklich zu glücklicheren Menschen, wenn wir glauben, eine negativ konnotierte Sichtweise führe uns zu unserer ganz persönlichen Wahrheit, denn so glauben wir, kann es im Endeffekt nur besser werden, als unsere Vorstellung es uns vorgaukelt.

Sollten wir nicht vielmehr unseren inneren Optimisten hervorlassen, der uns die schönen Dinge der Welt nicht erst im Nachhinein erkenntlich macht, sondern schon vor deren Geschehen davon zu träumen wagt? Denn Glück ist ein Gefühl des Moments, das jeder für sich selbst zu beeinflussen vermag. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, denn nur wer großes träumt, kann auch großes schaffen. Jeder hat den Optimisten in sich, doch viele verleugnen ihn, weil sie ihn aus Angst nicht finden wollen.

Selbstverständlich bietet der pessimistische Weg von Anfang an viel weniger Enttäuschungsmöglichkeiten, denn wir haben uns schon mit dem Schlimmsten abgefunden, weil wir Angst davor haben, in der Realität verletzt werden zu können. Der Optimist hingegen träumt davon, alles zu erreichen, an das er glaubt, doch fügt der Sturz aus großer Höhe verständlicher Weise mehr Schmerzen zu, als ein bereits auf dem Boden liegender Mensch zu fühlen vermag. Das Leben hat viel mehr zu bietet, als das von vielen mit großer Hingabe durchgeführte, ewige Versteckspiel vor dem eigenen Glück, welches wir doch nur aus Angst vor uns selbst überhaupt zu spielen verstehen.

©Julieenjoyslife

Neustart

Ich habe sehr lange nicht geschrieben, zumindest nicht für mich selbst.

Wieso? Weil ich es nicht musste. Ich hatte den Menschen an meiner Seite, von dem ich dachte, er sei mein Seelenverwandter.

Meine Welt zerbricht in 1000 Teile und was mir bleibt ist das Schreiben. Die Art der Kommunikation, die so viel leichter ist, als das Sprechen, denn niemand muss mir antworten und doch steht es jedem frei, eine Antwort zu verfassen und mir obliegt die Wahl, diese zu lesen. Das Schreiben mag für viele wie eine Kommuniationsart der Entfremdung erscheinen, doch es bietet einem so viel mehr Möglichkeiten. Daher werde ich meine Gedanken hier nun wieder häufiger mitteilen.

Die Freiheit der Gedanken erlangt durch das Schreiben Unendlichkeit ©Julieenjoyslife

Ich denke, also bin ich.

Ich denke, also bin ich. (Descartes)

Die Welt der Gedanken scheint schier unendlich mit all ihren Möglichkeiten der Freiheit, Kreativität und Individualität und ist doch begrenzt allein durch unsere eigene Vorstellungskraft.

Immer wieder erkennen wir, dass unsere Gedankenwelt nicht mit dem Vorstellungs Universum der Allgemeinheit übereinstimmt.

Doch die Freiheit meiner Gedanken macht mich zu dem was ich bin in meiner Individualität.

Ich bin ich, stetig auf der Suche nach mir selbst.

Never end a day being angry at someone you love

There are lots of important things, my mother has taught me through the years, but there is one lesson, that just recently came back to my mind, because in my opinion it is by far the most difficult, but also the most important one.

Never end a day being angry at someone you love.

As simple, as this lesson sounds, it is not always that easy to fulfill. People can be angry at each other for a lot of reasons and for sure, sometimes it is not easy to forgive one another for whatever reason, but and here is the whole point…

…if you really love someone, may it be as a friend, a family member or your significant other, you should talk things out and at least try to forgive each other, sure forgiving is process that needs to heal over time, but you should never go to sleep without at least trying it. In a worst-case scenario, you never know, if you will be able to see this person again. Life is not as plannable, as we wish it to be, so who knows if this is the last chance you can speak to one another. You are never going to be able to forgive yourself…

So, get up all your courage and make the first step so you do not have anything to later regret.

Der Junge im gestreiften Pyjama Film Rezension (The boy in the Striped Pyjamas)

My ★★★★ review of The Boy in the Striped Pyjamas on Letterboxd https://boxd.it/CoR7T

Amazing child acting. Both child actors gave their roles a great emotional touch despite their young age. The viewer could see the whole story through the eyes of children, who have a more innocent, colorful and human view on their world. Adults on the other hand are more pragmatic and realistic in their black and white world. In the adult world, someone can either be friend or enemy, there is nothing in between, adults often choose their decisions too fast, without getting to know the person they are judging about. This phenomenon is not only specific to this movie but can be put in relation to a lot of life decisions everyone has to make on a daily basis. Therefore, this film cannot only teach us a very important lesson about history, but also to be more careful with our own decisions. How often do we judge people on their outward appearance, or prejudices and rumors we might have heard about them, without really knowing them? Sometimes, we should all step back to see through the eyes of children, to give our world its color back.

 

Die Bücherdiebin (The Book Thief) Film Rezension

My ★★★★ review of The Book Thief on Letterboxd https://boxd.it/CgEVF

Hier meine zweite Film Bewertung, ich hoffe sie gefällt euch. Wenn dieses Werk Interesse findet, schreibe ich auch gerne einen Beitrag über das Buch, welches obwohl ich es vor mehr als 7 Jahren gelesen habe, bis heute eines meiner Lieblings Werke ist.

The Guest Film Rezension

My ★★★★ review of The Guest on Letterboxd https://boxd.it/C9hFv

Ich habe mich an eine kurzen Film Bewertung gewagt. Natürlich bin ich noch kein Profi und fange mit dieser Art des Schreibens gerade erst an, vielleicht kennt trotzdem jemand diesen Film.

Ich kann sein, wer ich will.

Ich kann sein, wer ich will,

wenn ich hinter mir lasse, wer ich war,

doch diese Gesellschaft zwingt mich zu sein, wer ich nie sein wollte,

denn die Masken die wir nie tragen wollten, machen uns zu denen die wir sind.

 

Ich kann hinter mir lassen, wer ich war,

wenn ich erkenne, wer ich sein will,

doch dies Masken des versteck Spielens muss ich ablegen, um mich zu suchen

denn diese Gesellschaft bietet mit so viele Möglichkeiten, mich selbst zu (er)finden.

 

©Julieenjoyslife

 

100 Dinge

Immer wieder denken wir, unser Leben sei schlechter, als das anderer. Wir besäßen weniger, seien dadurch weniger wert. Der ständige Vergleichszwang unserer modernen Gesellschaft zwingt uns in die Knie, ohne dass wir es merken, und wir verfallen ihm willenlos. Denn wir kaufen immer mehr, Luxus in jedem Maße wird uns überall angeboten, mittlerweile müssen wir nicht einmal mehr unsere Wohnung verlassen, um uns verwöhnen zu lassen.

Niemand kann sich diesem Wahnsinn entziehen. Kürzlich habe ich einen Film gesehen, 100 Dinge und zu meinem Erstaunen war er nicht, wie viele deutsche Produktionen rein oberflächlich und vorhersehbar. Dieser Film kann einen wirklich zum Nachdenken bringen. Warum kaufe ich Dinge, die ich weder benutze, noch brauche? Egal, wie arm wir unf fühlen, jeder von uns hat mit Sicherheit mehr als 100 Dinge in seinem Besitz. Wenn wir jetzt und hier entscheiden müssten, welche 100 Dinge wir für den Rest unseres Lebens behalten möchten und die restlichen abgeben müssten, viele täten sich damit vermutlich sehr schwer. Ich folgenden werde ich versuchen, meine Liste von 100 Gegenständen zu erstellen, mit denen alleine ich leben könnte.

1.  Buch, austauschbar gegen ein neues, sobald es fertig gelesen ist

2. Wasserkocher

3. Tee, nachfüllbar

4./5./6. 3 lange Hosen, austauschbar wenn sie abgetragen sind

7./8./9. 3 T-Shirts

10./11./12. 3 Pullover

13./14. 2 kurze Hosen

15./16. 2 Paar Sommerschuhe

17./18. 2 Paar Winterschuhe

19. – 29. Wäsche und Socken

30. Zahnbürste

31. Zahnpasta

32. Seife

33. Haarbürste

34. /35. Shampoo und Spülung

36. Taschentücher, nachfüllbar

37. Kochtopf

38. Pfanne

39. Schüssel

40. Tasse

41. Herd

42. Kühlschrank

43. Teekanne

44. Teller

45. Computer

46. Handy

47./48 Ladekabel für Computer und Handy

49. Papier, nachfüllbar

50. Stift, nachfüllbar

51. Spülmittel, nachfüllbar

52. fließendes Wasser

53. Lebensmittel, nachfüllbar

54. Badezimmer

55. Bett

56. Schreibtisch

57. Bettdecke

58. Kopfkissen

59. Ofen

60. Mikrowelle

61. Uhr

62. Winterjacke

63. Frühlingsjacke

 

Dies sind die 63 Sachen, die ich zum Leben brauchen würde, wenn ich meinen sowieso nicht rießigen Besitz reduzieren müsste. Ich habe bewusst weniger, als 100 Dinge aufgeschrieben, zum einen, weil manche Gegenstände, wie zum Beispiel Lebensmittel oder mein Handy vermutlich als mehr als eine Sache zu werten wären, zum anderen, da mir im Moment nicht mehr für mich wirklich notwendige Gegenstände einfallen. Ich bin erstaunt, dass ich mit diesen Gegenständen vermutlich gut zurecht kommen, würde, ohne etwas zu vermissen, ich bin aber auch meiner Selbsteinschätzung nach kein besonders materieller Mensch.

Die Hauptfrage, die man sich immer stellen sollte, bin ich glücklich, so wie ich lebe? Was macht mich glücklich? Sind es wirklich Gegenstände? Für mich sind es Erfahrungen, Erlebnisse und Menschen, mit denen ich diese teilen kann. Deshalb spare ich mein Geld lieber, um zu reisen, als es für materielle Dinge auszugeben.

©Julieenjoyslife