Das Theater und ich (Teil 2)

Ich weiß nicht wann ich das erste Mal im Theater war, oder gar welches Stück das erste war, dass ich ich sah. Das erste Stück, an dass ich mich jedoch grob erinnern kann ist eine Kinder Aufführung der von Paul Maar geschriebenen Geschichte das Sams, von der Handlung des Stückes weiß ich kaum noch etwas, denn ich war damals gerade einmal drei. Mit sieben Jahren stand ich das erste Mal selbst auf der Bühne, auch diesmal war es ein Kinder Stück, Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf. Natürlich hatte ich nur Komparsenrollen inne und auch die Tatsache, dass ich bei ausverkauftem Saal vor über dreihundert Zuschauern spielte, begriff und vor allem realisierte ich damals kaum. Ich war frei, ich hatte keine Angst vor der Aufführung, keine Gedanken es könne etwas schief gehen oder ich könne gar meinen Einsatz verpassen. Nichts dergleichen, ich hatte einfach nur Spaß auf der Bühne. Keine Sorgen, keine Ängste, einfach die unbeschwerte Freude wie sie nur ein Kind haben kann, beim Spielen mit Freunden. Ich spielte nicht für die da unten, ich spielte mit meinen Freunden, ich spielte für mich gefesselt in der Geschichte deren Teil ich sein durfte. Und genau diese Freiheit, die pure Freude an der Geschichte auf der Bühne, die Ausgelassenheit frei drauf los zu Spielen hatte ich lange Zeit verloren.

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©Julieenjoyslife

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14 thoughts on “Das Theater und ich (Teil 2)

  1. Freut mich, dass du diese Leidenschaft wiedergefunden hast! Das ist sehr wichtig. Ich selbst kenne dieses Gefühl, wenn man in eine Rolle/Geschichte eintaucht und es nichts anderes auf der Welt gibt. Keinen Kummer und keine Sorgen…. Das wunderschönste Gefühl auf der Welt! Ich hoffe es immer behalten zu dürfen! Spielst du derzeit im Theater? Wenn ja, wie hieß es?
    In Liebe,
    Lettercastle

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    • Das letzte Stück, dessen Teil ich sein durfte war eine Produktion unseres Darstellendes Spiel Kurses, mit der wir es bis zum Schultheater der Länder ins Staatstheater Saarbrücken im vergangenen September geschafft hatten, Kafka-die ungeheure Welt in meinem Kopf. Die von dir treffend ausgedrückte Freude am Theater fand ich erst da, nicht zuletzt dank eines Mitschülers wieder und ich kann bestätigen es ist ein atemberaubendendes Gefühl.

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      • Entschuldige die persönliche Frage, doch hast du jemals daran gedacht von Beruf Schauspielerin zu werden? Du hast nämlich geantwortet, dass du deinen Traumberuf nicht kennst und so wie du von deinem Hobby schreibst erinnerst du mich sehr an mich selbst, wenn ich von meinem Hobby/ meiner Berufung berichte.

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      • Ja, auch doch bin ich gerade erst wieder dran das Schauspiel für mich zu entdecken. In weiteren Beiträgen zum Theater erkläre ich, warum ich diese Leidenschaft lange verlor. Außerdem braucht dieser Beruf viel Selbstvertrauen und Mut, immer wieder von vorne anzufangen, da es ein sehr wackeliger Beruf ist. Ist man gut und gerät an die passenden Leute, die das Talent erkennen und fördern, kann man es hoch hinaus schaffen, man kann sich aber auch sein Leben lang im Kreis drehen ohne eine einzige Rolle ergattert zu haben.

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      • Ich kannte einen Mann, der wollte Schauspieler werden, doch sein Vater meinte, dass diese Künstler nicht gut verdienen und so hat er sich einen anderen Job gesucht, der ihn nie gänzlich glücklich gemacht hat. Bei jeder Gelegenheit hat er bekannte Persönlichkeiten zitiert und alle haben ihn in schweigender Bewunderung angehört. Er war fantastisch und jeder konnte sehen, dass an ihm ein Schauspieler verloren ging. (Später hat er erwähnt, dass er einen Kollegen hat, der seinen Traum, im Theater aufzutreten, verwirklichte – traurig ist, dass sie gleich viel verdienen!)
        Ich hoffe, dass du nicht den gleichen Fehler machst. Lass dir von niemandem einreden, dass du nicht gut genug bist oder so…. Viele Menschen denken, dass sie wissen, was gut und schlecht ist, doch das tun sie nicht! Ich kenne das Gefühl gut, wenn einen eine andere Person verunsichert! Lass dich nicht unterkriegen und arbeite BITTE an deinen Träumen! Wünsche werden wahr – jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Zweifle nicht zu sehr. Künstler haben es nie einfach, doch genau das macht ihr Leben doch so spannend! Außerdem kannst du dich durch einen gewöhnlichen Job absichern – Du musst dich nicht entscheiden. Beispielsweise ein Germanistik-Studium gekoppelt mit deiner Schauspielkarriere ist bestimmt zu bewältigen… 🙂
        Und ganz ehrlich – wir wollen beide nicht an unserem Lebensabend in einem Schaukelstuhl sitzen und uns fragen: Warum habe ich meine Träume nicht verwirklich? Warum habe ich es nicht gewagt? Warum habe ich nicht stärker gekämpft?

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      • Vielen lieben Dank für deine Worte, du hast mich wach gerüttelt, mich zum Nachdenken gebracht, danke. Wobei ich gestehen muss, ich glaube nicht, dass ich gut genug wäre, denn bei so etwas reicht okay oder gut einfach nicht, man muss herausragend und vor allem anders sein.

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      • Freut mich von Herzen, dass ich helfen konnte!!!
        Das ist eben die Frage… Man ist mit sich selbst natürlich immer strenger, als andere es sind. Vielleicht kannst du ja einmal für ein größeres Stück vorsprechen. Du kannst nur gewinnen!!! Wenn du die Rolle nicht bekommst, erklärt man dir vielleicht warum und gibt dir Tipps sodass du dich selbst besser einschätzen kannst und wenn du genommen wirst ist ohnehin alles klar. 🙂 vielleicht kann dir auch dein Lehrer im Fach “Darstellendes Spiel” weiterhelfen…
        Trotzdem muss ich dich warnen! Frage niemals nur eine Person um Rat! Bewirb dich bei mehreren! Oder besprich dich mit verschiedenen Leuten! Gerade im Gebiet der Kunst gibt es keine Objektivität!
        Deshalb lass dich nicht unterkriegen!!
        Und heutzutage gibt es genug Projekte, die auch Künstler wollen, die nicht “perfekt” sondern authentisch und menschlich spielen!!
        Das Wichtigste ist, dass du gerne spielst und mit deinem Herzen dabei bist! Das merken die Zuschauer! Ob du dann das eine oder andere Mal lachst ist unwichtig. Das ist wie mit Frauen – die sich selbst lieben und hübsch finden, sind die Attraktivsten! Nicht die perfekten Modells, denn die bleiben nicht in den Köpfen der Menschen! Denn sie haben diese fesselnde Ausstrahlung. Natürlich Schönheit ist von Vorteil, genau wie Talent, doch das kommt meist von selbst, wenn man liebt und mit Leidenschaft sein Leben lebt.
        Ich weiß nicht, ob der Vergleich gut war aber ich hoffe, dass du verstanden hast worauf ich hinaus wollte.

        In Liebe und mit besten Wünschen,
        Lettercastle

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