Diese Realität braucht keine Träumer (Teil 1)

(Inspiration: 1. Spiderman, Blogeintrag von Gescheuten Igel, https://gescheuchteigel.wordpress.com/2015/06/14/spiderman/,

2. Amasic, When I Dream (song): https://www.youtube.com/watch?v=jt-guwDHlZ8,

3. FM Reset, Fantasy Story (song): https://www.youtube.com/watch?v=xvWfQpT98rE )

„Warum hast du die Hoffnung aufgegeben? Wann hast du aufgehört das Zauberhafte in der Realität zu sehen?´´

„Ich bin ehrlich, ich weiß es nicht, ich weiß es wirklich nicht. Vermutlich aber war es an dem Punkt, an dem ich beschloss erwachsen zu werden, denn Erwachsene können es sich nicht leisten zu träumen.„

„Zwischen all den Plichten, Regel und Mustern, dem Stress den wir uns immer wieder selbst auflegen bleibt keine Zeit für Träume. Die unbeschwerte Kindheit ist vorbei endgültig, dass musst du verstehen. Viel zu lange hast du deine wertvolle Zeit damit vertrödelt, irgendwelchen absurden Träumen, die deiner Fantasie entsprangen, aber fernab von jeglicher Realität scheinen, nachzujagen. Das geht so nicht, du musst endlich verstehen, dass du dich anpassen musst, wenn du überleben willst.´´

„ Was aber, wenn ich mich nicht anpassen will?´´

„ Es geht nicht anders, versteh das doch. Es ist das Prinzip der Gesellschaft in der wir leben, Anpassung ist alles, du musst dich so verhalten, wie es die Gesellschaft von dir verlangt, das sind die Regeln, was du nachts träumst interessiert hier doch eh keinen also verdammt nochmal reiß dich endlich zusammen und mach dein scheiß Abitur, denn ohne einen vernünftigen Abschluss kannst du sowieso vergessen, wer du sein willst. Pass dich an, hör endlich auf, all das zu verabscheuen, sei normal, wie jeder Anfang zwanziger.´´

„ Was aber, wenn ich nicht normal sein will? Ich meine wer hat schon das Recht festzulegen, was normal überhaupt bedeute und was normal ist oder was nicht?´´

©Julieenjoyslife

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17 Gedanken zu “Diese Realität braucht keine Träumer (Teil 1)

  1. funfact: die aller meisten menschen finden partys im sinne einer clubnacht eher scheiße und trinken nur am wochenende. (überhaupt gibt es andere vorzügliche genussmittel.) aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass ich mich besoffen auf einem dancefloor oft näher an meinen träumen gefühlt habe, als während ich aktiv daran gearbeitet habe. dafür war ich am samstagmorgen meist umso ferner.

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    • Interessanter Fakt 😉 Wobei ich mich dem ja im Gesamten nicht sehr verbunden fühle. Ich habe bisher weder die Absturzclubnachterfahrung noch den verkaterten Morgen durchlebt und ich muss zugeben ich vermisse sie auch beide nicht besonders 😉 Meinen Träumen am nächsten bin ich dagegen wenn ich mitten in der Nacht wirres Zeug schreibe. 🙂 Danke für den funfact.

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  2. Ich habe das Gefühl, da reißen zwei Seelen in deiner Brust. So ähnlich wie bei mir Anfang bis Ende 20. Aber ich glaube, dass du „träumen“ nie aufgeben sollst bzw. wirst, wenn du eine bestimmte Art von Mensch bist. Und dass du vielleicht auch nie erwachsen wirst. Und was heißt das überhaupt „als ich beschloss, erwachsen zu werden“. Kann man das beschließen? Ich beschloss, es nie zu tun. Und ich habe vermutlich noch viel Kindliches behalten. Andererseits auch viel Bissiges dazubekommen. Weil das Leben eben nicht immer so läuft, wie man es sich erträumt.

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    • Exakt das ist es wozu ich im zweiten Teil noch kommen will ich fand bisher nur noch nicht den passenden Ansatz. Denn du hast Recht, ich werde immer eine Träumerin bleiben, denn wer das Kind in sich verliert hat sich selbst verloren. (Zitat aus Tabaluga von Nessaja)

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    • „Das Kind in sich bewahren“ wird allerdings schnell eine hohle Phrase. Die Zeit der absoluten Unschuld/Unwissenheit endet schon nach wenigen Monaten oder Wochen, wie ich zu wissen meine. Als Kind habe ich das meiste verstanden, wurde verletzt, war glücklich, ein ziemlicher Freak, voller Ängste, voller Hass, voller Liebe. Und habe auch gemeine Dinge getan und Leuten zur Hölle gemacht. and so did they. Kurz: Natürlich war ich ganz anders und hatte andere Vorstellungen, aber ich war ganz sicher nicht außerhalb von irgendetwas, sondern wurde sozialisiert. Mit all den Freuden udn Schrecken, die der status quo hier so zu bieten hat. (Gilt vlt. auch für euch.)

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      • Euch? Bin ich etwas Plural? Natürlich gilt das für uns alle, keine Frage wir alle müssen uns im gewissen Maße der Gesellschaft unterwerfen und doch, doch ist es gut, das Kind in uns nie zu vergessen, uns an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen, uns nicht immer vom Dauerstress beherrschen zu lassen, manchmal einfach alle Sorgen für einen Moment auf die Seite zu schieben unbeschwert das Leben genießen und das Träumen nie aufzugeben, denn wer weiß wenn wir nur fest genug daran glauben vielleicht werden sie ja wirklich wahr. 😉

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      • Du hast woanders über das Web 2.0 geschrieben.
        Für mich ist genau das die Chance des neuen Mediums: Nicht einander nur “passiv” zu lesen und sich für sich selber ein paar Gedanken zu machen, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, verschiedene Meinungen und Sichtweisen in Achtung voreinander gegenüberzustellen. Sich auch hinterfragen zu lasssen und die eigene Ansicht nicht absolut zu setzen, gehört für mich dazu. Der direkte Kommentar zu einem Blogartikel bietet dazu eine schöne Möglichkeit, finde ich.
        Das Internet ist in diesem Sinne nicht nur eine Informationsquelle (das wäre Web 1.0), sondern eine Einladung zur Kommunikation über das direkte Umfeld hinaus.
        Und da du dir hier gerade über Realität und Träumen Gedanken gemacht hast, bietet sich das ja gerade mal an. 🙂

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  3. Liebe Julie, du schreibst. „Natürlich sehr gerne nun interessiert mich deine Meinung zu meinen Gedanken umso mehr.“
    Gerne will ich versuchen, etwas dazu zu schreiben. 🙂 Aus der Sicht eines nach und nach grau werdenden Mannes, – ich gehöre altersmäßig zur Generation deiner Eltern.
    Ich möchte Träumer und Träumer unterscheiden.

    Die einen sind die Illusionisten. Sie haben den Bezug zur Realität verloren. Sie weigern sich, die Welt um sich herum wahrzunehmen. Sie leben in einer Scheinwelt. Aber man sieht es ihnen oft nicht an, weil sie ganz anders wirken.
    Da wäre zum Beispiel die Chefin eines Firmenverbundes. Charakterisierung durch ihre Mitarbeiter: „Sie schwebt!“ Sie nimmt nicht wahr, was in ihren Betrieben los ist. Nicht die ungerechte Arbeitsverteilung, nicht den Stress der Mitarbeiter. Nicht, dass Abteilungsleiter Angestellte in den Burnout treiben. Nicht, wer fleißig ist, wer faul, wer kompetent und wer nicht…
    Sie will es nicht wissen, denn sie könnte dann ja was verändern müssen. Und dabei macht sie nach außen den Eindruck einer souveränen Geschäftsfrau. Sie lebt in der Illusion, alles wäre gut.

    Die anderen Träumer sind die Utopisten. Für sie gilt das Gegenteil: sie beobachten genau, sie nehmen viel wahr. Auch Dinge, die nicht augenscheinlich sind. Dinge hinter den Dingen. Sie sehen auch, wie etwas sein könnte, aber nicht ist. Deswegen passen sie sich nicht an.

    Da wäre das Beispiel einer Medienfachwirtin, die ich kürzlich kennengelernt habe. Eigentlich erfolgreich im Beruf, fähig, kreativ, fleißig, von eine zupackenden Wesensart. Aber sie kündigt ihre feste Anstellung in einer großen Firma, weil ihr der harte Führungsstil des Vorgesetzten nicht passt. Sie hat ihre Vorstellung von Teamgeist, ihren Traum, ihre Utopie. Und sie zieht die Konsequenzen, so hart das ist. Das für mich Interessante: Sie hat ein feines Gespür für unscheinbare Dinge, Details in der Natur usw. Sie wirkt alles andere als realitätsfern. Im Gegenteil, sie ist unglaublich präsent in der Gegenwart, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Aber sie hat einen Traum von einer besseren Welt. Aber das ist kein Wolkenkuckucksheim, sondern herausforderung für den Alltag. Und danach lebt sie!

    Noch ein Beispiel, wieder eine Frau, dieses mal in meinem Alter. Sie arbeitet in einem wissenschaftlichen Institut. Da geht es um Daten, Großrechner, – Realität eben. „Traumer“ haben da nichts zu suchen. Aber auch sie hat diesen Sinn für das Subtile, für die Hummel in der Blüte, das Wogen von Getreidefeldern, für die Aufmerksamkeit einer simplen Postkarte. Und mit gleicher Sensibilität nimmt sie Ungerechtigkeit, die Geldgier und die Intoleranz mancher Menschen wahr. Und macht da nicht mit. Ich weiß, dass sie in ihrem an sich nüchternen Job eine ungeheure Wärme und Herzlichkeit ausstrahlt. Der Traum von einer besseren Welt beginnt im eigenen Herzen, bleibt aber nicht darin stecken. Ich bewundere Menschen wie sie!

    Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen von der „Realität“, die dort, wo sie gerade leben, Dinge verändern, solche Menschen sind mein „Traum“!
    Ich kenne viele von ihnen.

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    • Da spricht ein weiser Mann, von dem ich hoffentlich noch sehr viel lernen kann. Ich kann dir vergewissern, dass ich auch wenn mein Leben noch kurz scheinen mag mich vermutlich nie zu deiner als ersten beschriebenen Gruppe der Träumer zählen können werde. Die beiden anderen verschwimmen zum Teil ja sogar ineinander und bieten mir im Moment sehr viel neuen Nachdenkstoff, danke dafür.

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      • „…weiser Mann…“ 🙂
        Liebe Julie, jetzt muss ich doch lächeln! Nur weil die Schläfen nach und nach grau werden, bin ich noch nicht weise! 😉 Im Gegenteil, ich lerne von Menschen, die viel jünger sind als ich, wie z. B. von der Mediendesignerin, die ich oben erwähnte.

        Aber wenn du tatsächlich etwas von meinen Einstellungen und von meinen Utopien lernen möchtest (ohne alles für dich übernehmen zu müssen, denn oft lernt man ja durch Meinungen, über die man nachdenkt, denen man dann aber widerspricht), dann möchte ich dir einen Blogpost zumuten, für den du sicher viel Zeit brauchst. Viel Zeit zum lesen, denn der Text ist lang. Und viel Zeit zum darüber nachdenken.

        Übrigens, ich bewundere die Lebenseinstellung und die Tapferkeit des Mädchens, das darunter geantwortet hat. Ich kenne sie nur über das Internet, weiß aber, dass sie ein ganz wunderbarer Mensch ist. Web 2.0 eben… 🙂

        Hier der Blogpost: https://textschiff.wordpress.com/2013/09/02/das-knistern-von-kandis-im-tee/

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      • Natürlich lernen wir alle stetig dazu, denn es ist eine der größten und wertvollsten menschlichen Gaben, die Fähigkeit zu lernen. Wer aufgehört hat zu lernen, hat aufgehört zu leben. Allein deines Geschriebenen halbers und deines Alters wegen müsstest oder könntest du zumindest in der Hinsicht ein ganzes Stück weiser als zum Beispiel ich sein, als dass du aus Fehlern die mir noch bevorstehen werden schon die Lehre ziehen konntest, doch egal wie oft man mich warnen mag, ich werde sie trotzdem alle selbst durchlaufe und auf die Nase fallen müssen, um an mir selbst zu wachsen und daraus zu lernen.

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