Die Realität kommt zurück (die etwas andere Hausarbeit Teil 5)

„Unsere Wahrnehmung bestimmt unsere Realität´´ (Qui-Gon Jinn)

Real? Nein Real ist etwas völlig anderes. Das Internet bietet auch uns Versteck und Zufluchtsort um wie wir glauben vor der Realität davon laufen zu können. Wir können uns hier das scheinbar perfekte Leben ermöglichen, welches wir in der harten Wirklichkeit nie erreichen könnten. Wir fliehen oder zumindest versuchen wir es, wir fliehen in erster Linie aber nicht vor den anderen, sondern häufig gar vor uns selbst. Wir erstellen YouTube Kanäle und Blog Accounts, auf denen wir nicht die sein müssen, die wir wirklich sind. Wir müssen nicht mehr die Langweiler sein, die jeden Tag der gleichen Arbeit nachgehen, nur um Abend für Abend erschöpft ins Bett zu fallen und am nächsten Morgen den tristen Vorgang zu wiederholen. Wir können uns selbst gestalten, verändern, bearbeiten, entwickeln, mitreden, unsere Meinung kund geben. Es ist doch bei weitem einfacher seine Meinung über das Internet zu veröffentlichen, dort wo man dem Gegenüber nicht direkt in die Augen schauen muss, wenn man ihm etwas schlechtes sagt, dort wo einen Kritik nur in weiter Ferne treffen kann, dort wo einen die unbekannten Fans finanzieren, und man sie doch nie real ertragen muss, dort wo ich sein kann wie ich will ohne je erkannt zu werden. Viele träumen davon YouTube Star oder Modeblogger zu werden, denn wir sehen und lesen täglich von denen auf der anderen Seite des Bildschirms, die es schon geschafft haben. Die, die wie es scheint sich selbst zum Star machen konnten, ohne dafür auch nur einen Finger krum machen zu müssen. Die wirkliche Arbeit dahinter sehen wir oft gar nicht, denn die Realität schlägt hart aber stetig um sich. Die aller meisten Youtuber, Blogger oder sonstigen kreativen Köpfen bleiben in den Weiten des Internets genau wie wir ihr Leben lang unerkannt, unentdeckt, ungewürdigt ihres Talentes, doch so ist es nun einmal, denn so sehr wir es uns auch manchmal wünschen mögen, einfach abtauchen zu können, jemand anderes zu sein, so ist und bleibt die virtuelle Welt des Internets für die aller meisten von uns keine oder wenn nur ein kleiner Teil der Realität. Wenn wir dann Abend für Abend alles herunter fahren, den Laptop zuklappen, das Handy ans Ladekabel stecken, um dann umringt von blinkenden Lichtern die Dunkelheit zu erfassen, müssen wir uns jedes Mal aufs Neue eingestehen, dass hier, das Offline, das ist mein Leben, denn die Trends und Seiten des Internets kommen und gehen fast im Sekundentakt, die Realität aber wird immer bleiben.

©Julieenjoyslife

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