Hatte George Orwell also Recht? (die etwas andere Hausarbeit Teil 4)

Den Überwachungsstaat, den George Orwell uns schon Ende der fünfziger Jahre in seinem Roman 1984 vorausgesehen hat, haben wir uns mit Hilfe, über und durch das Internet selbst zur Realität gemacht. Freiwillig setzen wir uns einer vierundzwanzig Stunden, sieben Tage die Woche Überwachung über all unsere Internetaktivitäten aus, denn wie können es häufig schon allein aus beruflichen Gründen nicht mehr ohne das Internet, selbst wenn wir es wöllten. Also nehmen wir leichtfertig die Überwachung des Staates, der unsere Google Ergebnisse, unsere Tweets und unsere Follower Zahlen kontrolliert hin, denn wir sind abhängig geworden von einer höheren Instanz, von der der einfache Bürger oft noch glaubt sie im Griff zu haben, da er sich selbst nicht eingestehen kann, dass er schon lange vor der Facebook, Tumblr und Co. Den Überblick verloren hat. Wir veröffentlichen Details unseres Lebens, die wir vor nicht allzu langer Zeit vermutlich gerade einmal unseren nächsten Freunden und Verwandten anvertraut hätten.

Und doch, doch können wir es nicht lassen, denn wir wollen uns der ganzen Welt präsentieren, es reicht uns nicht mehr nur von unseren Freunden und Verwandten gesehen und gelobt zu werden, wir wollen das uns alle sehen und bewerten. Auf der Suche nach Anerkennung hilft uns also das Internet, denn es macht es uns leicht, ein Klick und ich kann mich darstellen, so wie ich es schon immer wollte. Das Leben ist ein Wettlauf geworden, bei weitem nicht mehr nur ein Wettlauf gegen die Zeit, sondern ein Wettlauf gegen alles und jeden. Stärker als je zuvor vergleicht der Mensch sein eigenes ich mit dem nach außen scheinenden Bild der anderen. Wir alle wollen sein, wie die Stars, die wie es scheint nichts Besseres zu tun haben, als und den lieben langen Tag Fotos und Bilder ihres perfekten Lebens zu präsentieren, Fotos ihres angesagten Haarschnittes, ihres neuen Autos oder ihres niedlichen Hundes. Wir alle wollen sein wie die, von denen wir glauben sie seien perfekt, dabei sind diese oft nur Meister des Vorgaukelns, die mittels neuster Computerprogramme sich und ihr Leben biegen und drehen, wie sie es gerade wollen und brauchen.

©Julieenjoyslife

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