Ist gegen den Krieg gleich für die Liebe?

Da die Weihnachtszeit ja bekanntlich die Zeit der Liebe und der Versöhnung ist, hier ein zu dieser Zeit auf den ersten Blick recht ungewöhnlich, vielleicht gar unpassend scheinenden Beitrag gegen den Krieg, denn wer gegen den Krieg ist, der ist für die (Nächsten)Liebe, oder?

Antikriegsberichte gibt es viele, noch viel größer ist die Zahl der Bücher, Protestanten und vor allem der Augenzeugen, doch ist es wirklich richtig, den Krieg schlichtweg zu hassen? Scheint diese rein oberflächliche Betrachtung nicht vielmehr einem verleugnen, einem vergessen wollen der Vergangenheit, einer Selbstverschuldeten Blindheit vor der Zukunft gleich? Vielmehr sollten wir die Ursachen diese sich immer wieder im Strudel der Zeit drehenden Chaosherdes suche, dessen Ursprung verändern und die daraus gezogenen Lehren versuchen so lange als möglich festzuhalten, denn noch sind sich alle einig, so etwas wie einen Weltkrieg kann und darf es nicht ein weiteres Mal geben. Die 1945 gezogenen Erkenntnisse lassen und die Fähigkeit des menschlichen Grauens bis heute nur erahnen, Massaker, wie die in Buchenwald, oder Auschwitz lassen nur einen kleinen Teil der Wahrheit durch, denn noch immer liegt vieles im Dunkeln. Eines können wir jedoch am Beispiel von Hiroshima mit Gewissheit sagen, eine erneute Eskalation unter Weltkriegsbedingungen würde nicht nur den „Feind´´, sondern auch die eigene Bevölkerung auf kurze oder lange Sicht vollends vernichten. Ist der Horror erst vorbei, schlägt die Angst erst richtig zu, denn mit der Realisierung kommt der Scham nicht nur vor der unerklärlichen Fähigkeit zur Grausamkeit der Menschen im allgemeinen, sondern auch die Pein vor dem eignen Vergehen. Mit der versuchten Verdrängung der Vergangenheit kommt schlussendlich die im Zusammenhang manchmal gar lachhaft klingende Freude des eigenen Überlebens auf. Im Zuge der von oben auferlegten Demokratie gelang es so nach dem Zweiten Weltkrieg zumindest der in Westdeutschland lebenden Bevölkerung en Schleier des Vergessens vorerst zu wahren. Militär, Politik, Krieg und Ideologien gerieten im Zuge des Aufschwungs in die hintersten Ecken des allgemeinen Gedächtnisses. Bleibt es, so hart es für die real betroffene Generation auf den ersten Blick klingen mag nur beim vergessen wollen, kommt jedoch nie zum gänzlichen vergessen können, so ist ein Mahnmal für die Zukunft gesetzt. Ein solcher Wendepunkt der Realisierung zum Guten kann und darf nie in Vergessenheit geraten, denn den Krieg zu verstehen bedeutet ihn zu akzeptieren. Eines sollten wir uns deshalb immer in Erinnerung behalten: Egal, wie düster uns die Zukunft erscheinen mag, wie sehr die Freiheit in gesellschaftliche Grenzen gezwängt wird, es obliegt den Menschen menschlich zu bleiben, denn die Willenskraft des Menschen ist stärker als es die meisten für möglich halten, er muss sie nur zum Guten einsetzen.

 

Dieser Beitrag ist Teil eines weiteren tollen Adventskalenderprojektes, dessen Teil ich sein darf. Wer von mir nun also geschockt ist darf bitte nicht dem ganzen Projekt den Rücken zukehren, ich bin optimistisch, die Kollegin für morgen wird euch von fröhlicheren Dingen berichten, also schaut mal vorbei oder falls ihr den Anfang des Kalender verpasst habt, dürft ihr gerne auch den Anfang nachholen, denn wer freut sich nicht über einen zusätzlichen Adventskalender?

  1. Dezember http://mary-april28.blogspot.de
  2. Dezember https://www.youtube.com/channel/UCMtZrXW4IMnTBx9NDmiTRgQ
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  4. Dezember morgen geht’s weiter bei: http://www.fairy-fashion.de
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5 Gedanken zu “Ist gegen den Krieg gleich für die Liebe?

  1. Den Krieg verdränge ich nicht.
    Ich habe Berichte / Erzählungen von Kriegsteilnehmern gehört,
    von Begeisterten und von zutiefst Betroffenen …
    Das alles und die vielen zugänglichen Informationen
    reichen mir, um begründet absolut gegen den Krieg zu sein.
    Dabei finde ich nicht, dass ich ihn verdränge,
    ich schaute mir aus unterschiedlichen Perpektiven an,
    was Krieg bedeutet. Ich kann mir unter keinen Umständen
    vorstellen, an Kriegshandlungen teilzunehmen, oder auch
    andere stellvertretend für mich vorzuschieben …

    Ich danke Dir für diesen wichten Anstoss zum Nachdenken
    und auch zum Diskutieren!

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  2. Mutvolle Julie

    ..nein wer gegen den Krieg ist ist Gegner
    Wer gegen den Krieg ist ist noch nicht für die Nächsten- oder Liebe
    Der Krieg ist eine methapysische Dimension
    Das erkannten längstens die „heidnischen“ Griechen“ Wenn die Götter streiten gibt es Krieg
    Wenn der Mensch Seinen innereigenen seelisch geistigen Kriegsschauplatz befriedet hat
    wird es im außen keinen mehr geben können
    Krieg ist immer Projektion des innereigenen Streites gegen Liebe
    Als Angst
    Bezeichend ist das das Deutsche Institut für Friedensforschung noch keine Egebnisse veröffentlichte
    die Uns das Kriegshandwerk aus den Händen legen würde
    Im „Frieden“ werden die Waffen erdacht gebaut verkauft und
    Der Friede ist nur die Erholung und Vorbereitung für den nächsten Krieg
    Solange Religionen der Angst mit Hölle Adam & Evaverfluchung und der Anbetung einer gefolterten
    Leiche am Kreuz den Tod zum Götzen erhoben ist das Christentum als Spirituelle Liebeskraft verkannt
    Der Kampf gegen Gott jenem Mann mit langem Bart rachsüchtig vernichtend von Eifersüchten getrieben der nur im Alten Testament Völker und Städte vernichtet ist im Unterbewusstsein ein Dauerkonflikt da Projektion die unbewusste Reaktion des Menschen ist siehe in die Gegenwärtigkeit

    „Liebe Deine Feinde Segne die Dich fluchen Wer das Schwert ergreift kommt durch das Schwert um“
    Der Krieg ist in den Schlachthäusern Schulen Zerrütteten Ehen und Beziehungen in den intriganten
    Büros den Gerichten da Nachbarn über einen Ast oder Zaun streiten und Rom da Zöllibat nicht aufhebt
    Die Objektivität gegen die Subjektivität kämpft ach
    Ich habe dem Krieg in die Augen geschaut und befragt antwortete Er Mir
    „Ich bin immer da und trete in Aktion wenn Du den Weg des wahrhaftig seins verlässt“

    danke
    Dir Joachim von Herzen

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